Hokuryû Kyûsu 300ml
Hokuryû Kyûsu 300ml
Steinzeug
Diese Kyusu aus der Werkstatt Hokuryû aus Tokoname verkörpert jene Präzision, für die Tokoname-Kannen berühmt sind. Gefertigt aus eisenhaltigem Ton zeigt sie ein warmes, sattes Ziegelrot mit seidig-matter Oberfläche. Kein überflüssiges Ornament, kein ablenkender Effekt. Nur Form, Funktion und Ton.
Die klassische, leicht bauchige Silhouette liegt ruhig in der Hand. Der seitliche Griff ist ergonomisch gearbeitet und erlaubt ein kontrolliertes, tropffreies Ausgießen. Die Tülle ist präzise angesetzt und harmonisch proportioniert, sodass der Aufguss gleichmäßig und klar fließt. Der Deckel liegt stabil auf absichtlich unterbrochenem Kannenrand auf, der gleichzeitig ein Stilmittel der Manufaktur ist.
Im Inneren befindet sich ein fein gearbeiteter keramischer Filter. Diese Art des integrierten Tonsiebs bewahrt das Aroma unverfälscht und ist ideal für hochwertige japanische Grüntees wie Sencha oder Fukamushi. Kein Metall, kein Fremdgeschmack. Ein besonderes Merkmal ist der schwarz glasierte Griff des Deckels, der einen schönen Akzent setzt.
Die Werkstatt Hokuryû stellt seit Generationen Kyûsu als Familienhandwerk her. Derzeit führt Umehara Tatsuo in dritter Generation den Namen weiter. Sein Vater, Umehara Shôji, ist auch unter seinem Künstlernamen „Shôryû“ bekannt und gilt als ein bedeutender Meister der Tokoname-Keramik.
1. Umehara Shôji (Künstlername: Shôryû / 1. und 2. Generation Hokuryû)
Geboren 1945. Er ist eine prägende Persönlichkeit, die die Tradition der Hokuryû-Werkstatt weiterführte und zugleich eigene Techniken etablierte.
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1945: Geburt in Tokoname.
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Ausbildung: Lehre im Kyuûu-Handwerk bei seinem Vater, dem ersten Hokuryû.
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Traditioneller Kunsthandwerker: Anerkannt als „Traditioneller Kunsthandwerker für Tokoname-Keramik“, zertifiziert durch den japanischen Wirtschafts- und Industrieminister.
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Technische Entwicklung: Anerkennung für seine sogenannten „Shûryû Tenmoku“-Kyûsu – sowie für seine Arbeiten in der Mogake-Technik.
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Auszeichnungen: Über viele Jahre hinweg zahlreiche Preise, unter anderem bei Ausstellungen der Japanischen Vereinigung traditioneller Kunsthandwerker sowie beim Keramik-Fördergedenkpreis.
2. Umehara Tatsuo (3. Generation Hokuryû)
Geboren 1974. Er führt die Technik seines Vaters fort und verbindet sie mit einer zeitgenössischen Formensprache.
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1974: Geburt als ältester Sohn von Umehara Shôji in Tokoname.
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1998: Nach der Ausbildung unter seinem Vater Übernahme des Namens Hokuryû.
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Heute: Seit über 25 Jahren in der Herstellung von Kyûsu tätig. Er verantwortet alle Arbeitsschritte selbst – von der Auswahl des Tons über das Drehen auf der Töpferscheibe bis hin zur Anfertigung des eigens entwickelten keramischen Feinfilters „Ceramesh“.
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Stil: Neben klassischem Shudei brennt er auch im Reduktionsbrand und verwendet die Mogake-Technik. Seine Entwürfe sind schlicht, klar und konsequent auf optimale Handhabung ausgerichtet.
Pflegehinweise
Pflegehinweise
Nicht mit Spülmittel reinigen, nicht in Spülmaschinen-geeignet.
Niedriger Lagerbestand: 3 verbleibend
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